Die Thüringer Waldziege

 

 

Die mittelgroße und kräftig gebaute Thüringerwald Ziege hat ein schokoladenbraunes Fell ohne Aalstrich, helle Beine und eine ausgeprägte Gesichtsmaske mit einem weißlichen Streifen von oberhalb des Auges bis zur Oberlippe. Die Stehohren und das Maul sind weiß gesäumt.

Die anspruchslose und widerstandsfähige Ziege liefert sowohl etwa 1000 Liter 3,9 % fettreiche Milch im Jahr als auch vorzügliches Fleisch und Häute.

Die Thüringerwald Ziege entstand gegen Ende des 19. Jh. durch Einkreuzung von Toggenburger Ziegen in die bodenständigen grau bis graubraunen Thüringer Landschläge. Nachdem sie erfolgreich zum einheitlichen Typ gezüchtet worden war, erhielt sie 1935 den Namen Thüringerwald Ziege. Nach dem Krieg ging der reiche Bestand durch die Umstrukturierung der Landwirtschaft stark zurück.

(Quelle der Sachinformation: Helmut Kühnemann "Ziegen")