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Die Poitou-Esel |
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Neben Spanien hatte Frankreich auch nach der keltischen Zeit eine bedeutende Eselzucht, vor allem zur Erzeugung von Maultieren. Bis ins 20. Jh. hinein wurden sie von Armee, Landwirtschaft und für den Export produziert und umfangreich eingesetzt. Frankreich hatte 1862 neben 1,9 Mill. Pferden noch 400.000 Esel, heute sind es weniger als 19.000. Vor allem die männlichen Riesenesel der Poitougruppe, die ursprünglich aus Spanien kommt, wurden zur Maultierzucht verwendet und zur Erzeugung großer Maultiere an Mulassiere-Pferdestuten angepaart. Diese Rasse entwickelte sich aus der erwähnten mittelalterlichen Poitou-Pferdepopulation, die auf schwere holländische Pferde zurückging, die zur Trockenlegung der Poitousümpfe eingeführt worden waren. Der Poitou-Esel hat eine Widerristhöhe von 140 bis 150 cm. Sein Kopf ist schwer und mächtig, die langen stark behaarten Ohren müssen vorn gut offen und stramm senkrecht getragen werden. Der Hals ist sehr muskulös und gedrungen und ist zwischen mächtigen Schulterblättern in eine breite und tiefe Brust versenkt. Daran schließt sich ein gedrungener Rumpf an mit hochgezogener Lendenpartie. Hinterbeine und Oberschenkel sind überaus kräftig, die Stärke der Unterschenkel wie auch der steil gestellten Vorderbeine kommt derjenigen des Pferdes gleich. Die Hufe, von Natur aus weit kleiner als beim Pferd, sind verhältnismäßig groß und nach dem Strahlbein gut geöffnet. Der ganze Körper ist mit langen, wolligen Haaren bedeckt. Die Tiere haben leichte Beweglichkeit mit großer Kraftleistung sowie Ruhe und Intelligenz. Ihr Gewicht beträgt 300 - 450 kg und mehr (geschlechtsbedingt). Heute ist der Poitou-Esel mit etwa 200 bis 300 Zuchttieren vertreten. Davon ist eine kleine Anzahl reinrassiger Tiere in der franz. Provinz Poitou (zwischen Nantes und Poitier) vorhanden (Quelle der Sachinformationen: Johannes Erich Flade "Die Esel") |
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