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Das Lama - ein spuckendes Ungeheuer? |
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Die Eigenart der Lamas, bei Streitigkeiten und Machtkämpfen ihre
Artgenossen zu bespucken, erfolgt einerseits nicht gezielt, andererseits
nicht ausschließlich mit Speichel. Vielmehr wird mit angelegten
Ohren eine Portion Mageninhalt zusammen mit Speichelflüssigkeit in
breiter Form als grüner, dünnflüssiger und übelriechender
Brei ausgeprustet. Obwohl dies relativ selten passiert, wird diese Eigenschaft von den Menschen automatisch mit dem Begriff Lama in Verbindung
gebracht. Die
Haltung von Lamas in unseren Breiten ist absolut problemlos. Sie sind
wie alle Kamele Wiederkäuer und an eine karge, rohfaserreiche Nahrung
angepasst und können so gut auf mageren Weiden gehalten werden. Durch
ihr wärmeisolierendes dichtes Fell sind sie gut vor trockener Kälte
und rauem Wetter geschützt. Stallungen sind deshalb nur bei starkem
Regen, beim Abfohlen und während der ersten 4 Wochen der Fohlenaufzucht
nötig. Als
äußerst genügsame Haustierrasse, die hervorragend rohfaserreiche
und verholzte Pflanzenteile aufschließen kann, sind sie gut
in der Landschafts- und Biotoppflege einsetzbar. Als Schwielensohler verursachen
sie wenig Trittschäden, sowohl auf feuchten wie auf trockenen Standorten.
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